Brückenkran für den Umschlag von Kernbrennstoffen: Wird für den Transfer und die Lagerung von Kernbrennstoffen eingesetzt.

Der Brückenkran für die Brennelementhandhabung ist eine kritische Anlage zur Lagerung und zum Transport von Kernbrennstoffbaugruppen. Seine Kernkonstruktion basiert auf dem Prinzip des „Einzelfehlerschutzes“, wodurch sichergestellt wird, dass die Last auch im Falle eines Komponentenausfalls sicher gehalten wird und somit das Risiko eines Lastabwurfs ausgeschlossen ist.

Der Kran verfügt über eine hochpräzise Positioniersteuerung und redundante Konfigurationen. Er ist mit manuellen Bedienmechanismen und einer strahlungsgeschützten, geschlossenen Transferkammer ausgestattet und erfüllt somit die strengen Anforderungen nuklearer Umgebungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Positioniergenauigkeit und Strahlenschutz.

Hauptfunktionen eines Brückenkrans für die Handhabung von Kernbrennstoffen

Der Kran zur Handhabung von Kernbrennstoffen ist typischerweise über dem Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente auf der Reaktorseite installiert und mit dem Reaktorkernbereich verbunden. Er arbeitet in einer strahlungsbelasteten Umgebung und muss daher höchste Ansprüche an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit erfüllen. Zu seinen Hauptfunktionen gehören:

  • Abdichtungsfunktion: Gewährleistet, dass die interne Atmosphäre des Reaktors vollständig von der äußeren Umgebung isoliert bleibt, wenn die Brennelementwechselmaschine mit dem Reaktor in Verbindung steht.
  • Hebefunktion: Ermöglicht die vertikale Handhabung der Brennelemente beim Einsetzen in und beim Herausnehmen aus dem Reaktorkern.
  • Greiffunktion: Gewährleistet sicheres Einrasten und Handling der Brennelemente beim Heben und Senken.
  • Rotationspositionierungsfunktion: Ermöglicht die präzise Ausrichtung und Platzierung von Brennelementbaugruppen auf den dafür vorgesehenen Lager- oder Transfergestellen.
  • Funktion für manuelle Bedienung: Unterstützt die Feinjustierung und manuelle Steuerung bei Systemfehlern oder in Notfallsituationen.

Technische Merkmale eines Brückenkrans für die Handhabung von Kernbrennstoffen

Vollständig servogesteuertes System

  • Der gesamte Kran wird von einem servogesteuerten System gesteuert.
  • Sowohl der Hebe- als auch der Fahrmechanismus sind mit hochpräzisen Positionierfunktionen ausgestattet.

Hochpräzise Positionierungsfähigkeit

  • Horizontale Positioniergenauigkeit: ±1,5 mm
  • Vertikale Positioniergenauigkeit: ±1 mm
  • Erfüllt die strengen Ausrichtungsanforderungen für die Lagerung und den Transport von Kernbrennstoffen.

Vollautomatischer Betrieb

  • Der Kran unterstützt einen vollautomatischen Betrieb.
  • Kann automatisch auf bis zu 260 vordefinierte Positionierungspunkte zugreifen.
  • Ermöglicht das automatisierte Be- und Entladen von Brennelementen.

Redundantes Laufwerksdesign

  • Die Fahr- (Längsfahrt), Laufkatzen- (Querfahrt) und Hebemechanismen des Krans sind alle redundant ausgelegt.
  • Jedes Antriebssystem ist mit einem Hauptmotor und einem Hilfsmotor ausgestattet.
  • Jeder Motor kann unabhängig betrieben werden.
  • Gewährleistet einen kontinuierlichen Betrieb und erhöht die Systemzuverlässigkeit und -sicherheit erheblich.

Manuelle Notbetriebsführung

  • Für die Fahr- und Hebemechanismen sind manuelle Bedienelemente vorgesehen.
  • Im Falle eines Stromausfalls können alle Arbeitsschritte manuell durchgeführt werden, um eine sichere Handhabung zu gewährleisten.

Strahlungsgeschütztes, geschlossenes Transferdesign

  • Der Kran ist mit einer integrierten, strahlungsgeschützten Einhausung für den Treibstofftransfer ausgestattet.
  • Die Handhabung von Kernbrennstoff erfolgt in einer vollständig geschlossenen Umgebung.
  • Verhindert wirksam das Austreten von Strahlung und gewährleistet eine sichere Eindämmung während des Transfervorgangs.

Anwendungen von Brückenkränen für die Handhabung von Kernbrennstoffen

Der Brückenkran für die Brennelementhandhabung ist eine Schlüsselkomponente in großen Druckwasserreaktoren (DWR). Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Brennelementhandhabungs- und -lagerungssystems.

Der Kran wird typischerweise in Verbindung mit dem Treibstofftransfersystem eingesetzt, um folgende Vorgänge durchzuführen:

  • Erste Kernbeladung mit Kernbrennstoff
  • Reaktorbrennstoffwechsel
  • Ausbau und Handhabung abgebrannter Brennelemente
  • Beladung des Reaktors mit frischem Brennstoff

Durch das koordinierte Zusammenwirken von Brennelementgreifvorrichtungen und Führungs-/Zentriermechanismen gewährleistet das System den sicheren und präzisen Transfer der Brennelemente zwischen dem Reaktorkern und dem Brennelementhandhabungssystem.

Diese Ausrüstung ist für extrem risikoreiche Einsatzumgebungen konzipiert und entspricht als spezialisierte, zweckgebundene Lösung strikt den nuklearen Sicherheitsvorschriften.

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